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So gewinnt man Lebenslust, Enthusiasmus und Begeisterung

Immer wieder erhalte ich von ehemaligen Teilnehmern Rückmeldungen, welchen Lauf ihr Leben nach einem Quest-Seminar nahm.

Heute kam mal wieder ein solches Feedback – und es ist so klasse, dass ich es sofort vorstellen wollte. Allerdings bat mich der Teilnehmer, einige Namen top secret” zu behandeln.

Warum genau, erfahren Sie, wenn Sie tiefer in die Geschichte eintauchen…

Was tun, wenn die Interessen so sehr auseinander driften?
OK, zur Vorgeschichte: Der Teilnehmer war bei meinem letzten Quest-Seminar, und er war ebenso motiviert wie auch skeptisch, was seinen eigenen Ruf betraf. Zu bruchstückhaft verstreut schienen seine Interessen zu sein, als dass man daraus ein echtes Berufsbild hätte bauen können.

Da war das Thema “Design”, das ihn interessierte. Er nannte auch einige Firmen, bei deren Design seine Augen zu leuchten beginnen.

Aber er hatte keine Designer-Fertigkeiten.

Dafür die Stärke, analytisch zu denken.

Oder die Gabe, Schnäppchen im Internet zu finden.

Und zu all dem kam noch eine überbordende Lust in einem Team aus Leuten zu arbeiten, die aus vollkommen unterschiedlichen Disziplinen stammen sollten.

Mhm.

Was tut man in so einem Fall?

Zunächst mal die Lustfaktoren zusammen tragen. Und zwar, um einen Schlüssel mit einem bestimmten Profil zu feilen.

Den Schlüssel zum persönlichen Lebensglück finden
Je genauer man kartografiert, was man will, was einen ankickt, woran man wirklich Spaß hat, desto größer ist die Chance, das Schloss zu finden, in das dieser Schlüssel passt.

Im Fall des Teilnehmers war es jedoch so, dass er wusste, wohin die Reise generell führen sollte.

Aber welches Berufsbild dafür genau geeignet war, das musste er jedoch noch für sich auf den Punkt bringen.

Und so erstellte er in den 30 Tagen nach dem Seminar, in denen ich die Teilnehmer aktiv betreue, eine ganze Reihe von Mindmaps: Was kann er gut? Was macht ihm Spaß? Was erwartet er von seinem Traumjob?

Die Tür zu einem neuen Leben aufschließen
Oft finden die Teilnehmer schon während des Seminars exakt das, was sie wollen. In dem Fall des Teilnehmers gab es jetzt jedoch Recherchearbeit zu tun: Welche Jobs erfüllen das gesetzte Ziel?

Das Spannende an all dem ist jedoch: Sobald die Glücksfaktoren klar sind, beginnen wir innerlich, unbewusst wie auch bewusst, unsere Umgebung abzuscannen. Und zwar so lange, bis das Richtige erscheint.

Und die jetzt folgende Geschichte zeigt, wie das in der Praxis laufen kann: “Hallo Martin“, schreibt er, “ich möchte….erzählen, was sich bei mir gerade in den letzten Tagen so getan hat. Ich habe nämlich MEINEN Job aufgetan. Durch “Zufall”? An den glaube ich ja nicht. ;o)

Wenn ich hier mal kurz einhaken dürfte. Quest ist kein esoterisches Seminar. Nicht, dass ich etwas gegen Spiritualität hätte. Aber ich gehe sehr bewusst allem theoretischem Überbau, woher unser Ruf, unsere persönliche Lebensaufgabe kommt (Seele? Bauchgefühl? Intuition? Rechte Gehirnhälfte?) aus dem Weg. Es gibt schon genug Schriftgelehrte, die darüber streiten.

Dennoch: Ich habe es wieder und wieder erlebt, dass sich bei Teilnehmern, die sich für den Ruf entschieden haben, die Dinge von alleine “fügen”.

Aber diese Fügung hat vielleicht oft einfach damit zu tun, dass wir wissen, was wir wollen – und es sofort “Klick!” macht, wenn wir auf das Richtige stoßen.

Am vorletzten Wochenende”, berichtet der Teilnehmer, “wurde ich per Mail auf ein Jobangebot aufmerksam, das ich mir im Jobportal mehr aus “Pflichtbewusstsein” als aus Interesse angeschaut habe. Es war ein Job für den Einkauf von Hard- und Software und die Einführung eines e-Procurements in einem großen Touristikunternehmen. Beim Lesen hab’ ich gemerkt, dass mich da was anspricht - das erste Mal seit Monaten, wenn nicht sogar Jahren (!), dass mich ein Stellenangebot anspricht. Es hat so einen kleinen Kick verursacht und ich habe beschlossen, mich darauf zu bewerben.”

Und jetzt wird es spannend: “3 Tage später - und nachdem das gesackt und ich Einkauf immer passender für mich fand - habe ich spasseshalber mal auf der Website von XXX (Du erinnerst Dich? Eins der beiden “Dinge”, die mir ein Leuchten in die Augen bringt) geschaut. Und siehe da - eine Stellenausschreibung “Willkommen in der Beschaffung”! Und DIE - die kickt mal so richtig. Das ist genau mein Job! Einkauf von was-auch-immer (das ist nicht näher spezifiziert) - und vor allem: ein interdisziplinäres Projektteam! D.h. ich arbeite im Team - habe aber meinen eigenen Verantwortungsbereich; genau so, wie ich das gerne hätte und in meinen Mindmaps auch ausgearbeitet habe.

Und nun setzte etwas ein, das ich in meiner Werbung für Quest immer wieder betone:

Der Ruf, die persönliche Lebensaufgabe inspiriert, motiviert und begeistert.
Weiter im O-Ton: ” Seitdem habe ich einen riesen Aufwand betrieben - 3 Tage frei genommen, komplett meine Bewerbungsunterlagen überarbeitet und alles an Infos recherchiert, was ich nur finden konnte. Was sind die Anforderungen an Einkäufer, was davon erfülle ich, was nicht, Gehaltsstudien gecheckt …

Wenn man seinem Ruf folgt, wird eine starke Energie frei gesetzt: “Am Samstag morgen saß ich um 5 auf dem Balkon, es war schon hell draußen, angenehm kühl, und hab’ mir überlegt, ob ich überhaupt noch in’s Bett gehen soll. ;o) Das war aber absolut wichtig - denn erst mit all dem Wissen konnte ich auch ein richtig gut ausgearbeitetes und perfekt zugeschnittenes Anschreiben formulieren. Vor drei Stunden hab’ ich die Bewerbung dann abgeschickt. :o) (Und ich bin zwar total kaputt aber happy.)”

Dieser Energieschub ist typisch.

Aber er kommt nicht, wenn man seinen Ruf findet.

Sondern wenn man ihm folgt.

Damit meine ich: Es bringt nix, wenn man seinen Ruf kennt, aber die Hände in den Schoß legt.

Es kommt darauf, für den Ruf tätig zu werden. Ihn in Angriff zu nehmen.

Selbst wenn man keinen Plan hat, wie in aller Welt man seinen Ruf umsetzen soll: Losgehen und etwas unternehmen, recherchieren, Gespräche führen, Angebote prüfen, aktiv werden – das führt dazu, dass unsere Lebensenergie frei gesetzt wird!

Fazit: “Und erst während ich an diesem Anschreiben gefeilt habe, ist mir klar geworden, WIE SEHR das passt. Es ist nicht nur XXXX, es ist nicht nur das interdisziplinäre Team - es ist auch die Aufgabe! Ich habe so viele Übereinstimmungen zu meinen Schlüsselfähigkeiten und Stärken gefunden, dass es fast schon unglaublich ist. Ich MUSS diesen Job haben… Der passt wie die sprichwörtliche Faust auf’s Auge.

Kennt man seinen Ruf, steht die Welt offen.
Wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass er den Job bekommt, ist schwer einzuschätzen: “Aber ganz ehrlich: meine Chancen … sind aufgrund der fehlenden Erfahrung nicht sehr realistisch - aber ich halte es nicht für unmöglich!

Das finde ich gut.

Ja, es mag eine tolle Chance sein. Aber es ist eben auch nur eine Chance.

Sie kann in die Hose gehen. Oder klappen.

Beides liegt nicht allein im Einflussbereich des Teilnehmers.

Aber darauf kommt es meines Erachtens auch gar nicht an (obwohl der Teilnehmer das vermutlich anders sehen wird als ich): Alleine die Erfahrung zu sehen, dass es solche Jobs gibt, und was passiert, wenn Ruf und Chance aufeinander treffen, wird, so hoffe ich doch, Antrieb genug sein, neue Chancen zu suchen, wenn die eine sich nicht erfüllen sollte.

Es gibt so viele Wege, seinen Ruf zu realisieren. Das ist das Gute daran. Haut die eine Chance nicht hin, schaut man sich einfach weiter um, bis die nächste kommt.

Also: Wie man es dreht oder auch wendet, es gibt hier nix zu verlieren.

Aber alles zu gewinnen.

So, an dieser Stelle muss ich nun leider zum Ende meines Artikels kommen.

Denn ich muss dem Teilnehmer noch kräftig die Daumen drücken.

Machen Sie mit?




Dieser Eintrag wurde hinterlegt am Dienstag, 7. Juli, 2009 um 20:59 in der Kategorie Allgemeines, Der Ruf. Sie können die Kommentare zu diesem Eintrag über den RSS 2.0 RSS-feed verfolgen. Sie können einen Kommentar schreiben. Trackbacks sind zur Zeit nicht erlaubt.



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